Ich sehe hier jeden Tag Posts über Sparraten, Gehälter und die Hoffnung, dass nach der aktuellen „Flaute“ wieder goldene Zeiten anbrechen.
Dass wir mit ein bisschen Sparen und ETF-Besparen irgendwann zur „echten“ Mittelschicht gehören. Hört auf, euch selbst zu belügen.Die Realität da draußen ist keine „Delle“. Es ist eine Kernschmelze unseres Lebensstandards.
Der wirtschaftliche Abstieg ist real. Schaut auf eure Gehaltszettel und dann in den Supermarkt. Die Inflation der letzten Jahre hat uns nicht nur Kaufkraft gekostet, sie hat uns Jahre unseres Lebensfortschritts geraubt. Die Reallöhne sinken. Mieten fressen 40-50% des Einkommens. Wer heute 50.000€ verdient, hat die Kaufkraft, die man vor 15 Jahren mit 35.000€ hatte. Wir arbeiten härter, sind produktiver, aber am Ende des Monats bleibt weniger übrig. Die Definition von „Mittelschicht“ wurde so weit nach unten korrigiert (23k Vermögen? Ernsthaft?), nur damit wir uns nicht eingestehen müssen, dass wir verarmen.
Die KI-Revolution ist kein Hype, sie ist eine Abrissbirne. Während wir uns über 3% mehr Gehalt streiten, wird im Hintergrund die Geschäftsgrundlage unserer Jobs entwertet. KI und Automatisierung kommen nicht, um uns die Arbeit zu „erleichtern“. Sie kommen, um Lohnkosten zu drücken. Kognitive Arbeit – das Schreiben, das Coden, das Verwalten, das Planen – verliert massiv an Marktwert. Warum soll ein Unternehmen dir 60k zahlen, wenn Software 80% deiner Arbeit für 20€ im Monat erledigt? Der Bedarf an „durchschnittlicher Büroarbeit“ wird kollabieren. Das ist kein Pessimismus, das ist ökonomische Logik. Das alte Versprechen gilt nicht mehr.
Der Deal „Sei fleißig, bilde dich weiter, und du steigst auf“ ist gebrochen. Die Leiter wurde hochgezogen. Wir rennen in einem Hamsterrad, das jedes Jahr schneller dreht, nur um an der gleichen Stelle zu bleiben.
Die Hoffnung, dass der Chef, die Politik oder der „Markt“ es schon richten werden, ist das Gefährlichste, was ihr haben könnt.
Wenn der ökonomische Wert unserer 08/15-Arbeit gegen Null tendiert, dann müssen wir aufhören, unseren menschlichen Wert über diese Arbeit zu definieren. Wir müssen aufwachen.
Das System wird härter werden. Die Gehälter werden für die breite Masse nicht steigen. Aber wenn wir diese brutale Realität akzeptieren, können wir aufhören, Opfer zu sein. Wir können aufhören, Cheerleader für ein System zu sein, das uns ausbeutet.
Seid keine besseren Mitarbeiter. Seid bessere Menschen. Das ist das Einzige, was uns bleibt.
Wir sind nicht wütend genug.
Wir haben nicht genug Mistgabeln
Und meine Axt !!
Rohirrim!!!
Rohhirn?
Vielleicht hat einer dieser Milliardäre ein Mistgabel Geschäft, wo wir uns 1mio Mistgabeln zu 30eur/st und Versandkostenfrei bestellen können, um ihn danach zu zwingen 100.000eur steuern mehr zu zahlen...
So und nicht anders funktioniert das. Vor vielen Jahren sagte mal jemand: "Das Problem mit den Deutschen ist nicht, dass sie nicht zur Revolution fähig sind, sondern dass sie sich selbst für die Fahrt zum Reichstagssturm noch ein Ticket kaufen würden!"
https://www.amazon.de/Kerbl-1270640-KERBL/dp/B002CX0IEQ/ref=mp_s_a_1_4?crid=SDB38GCEXKMW&dib=eyJ2IjoiMSJ9.MUhvBb8yjwEfUHAHwWNhK0VaEExm6BmBcewrgeiVvVFn_md84E2s7WSOCx_qXT8ePxMpmoILF8SvUkh5itcedrI0eLfOz0hMhbmieVwq9_boZf3F_IcKDbJjT4Etsa4SOzs_hMqWHiI5zTQXS9b9fiig3R30vGsMuIJJ9c-AZVJb9_Mim7FIfa32u3qNUVFv1PNNwoRgQqQcSsnBzdWlMw.rW7x5C7piwwBTYGPhNYnTO0wgCJc2yaPAvmtZEpm9lc&dib_tag=se&keywords=Mistgabel&qid=1766409461&sprefix=mistgabel+%2Caps%2C115&sr=8-4
Und zu wenige Fackeln
wie müssen welche bauen! lasst uns welche in der Arbeit produzieren!
Und ich glaube, es liegt teilweise daran, dass niemand wirklich weiß, wie die Superreichen leben. Das haben die schon schlau gemacht. Das sind Menschen, die in weiten Teilen nie einen Finger für ihr Vermögen krumm gemacht haben - da landet die ganze Kohle, die die unteren 99,999% erwirtschaften.
Ich habe eine Zeit lang als Handwerker für sehr sehr SEHR reiche Menschen in der Schweiz gearbeitet. Die kaufen Grundstücke für 20-30 Millionen am Zürichsee, dreifach unterkellert, Sporthalle unterm Infinity-Pool. Marmor in der Küche, der mehr kostet, als ein Einfamilienhaus. Dann kaufen sie das Grundstück daneben, walzen alles platt und setzen da dreißig Garagen für ihre Oldtimer-Sammlung drauf, während wir aufgefordert werden „mal wieder richtig anzupacken“. Als Handwerker kriegt man dann nach der 12h Schicht als „Belohnung“ stolz den Ferrari präsentiert, von dem es weltweit nur noch 12 Modelle gibt. In diesem Haus verbringt die Familie dann zwei Monate im Jahr, während sie sonst durch die Weltgeschichte jettet und in einer Woche das CO2 Budget eines durchschnittlichen Lebens rausballert.
Einer hat im Winter in St. Moritz geheiratet und einen ganzen Berg gemietet, inklusive Skipisten und Hunderter Angestellter. Als kleinen Gag haben die die Ränder der Piste am Hotel bis ins Tal mit hunderten Veuve Clicquot Flaschen zustellen lassen. Da ist sie, unsere „gestiegene Produktivität“. Aber man kann keine Diskussion darüber führen, diese Menschen zu besteuern, weil dann sofort Hysterie ausbricht; man will ja der Oma im Speckgürtel von München ihr Haus wegnehmen!!1 Kommunismus!
Würden diese Menschen ihren Beitrag leisten, könnten wir die Straßen hier mit Gold pflastern.
Aber hey, wenn du bald auf die 2000€, die dein ETF im Jahr abwirft, Sozialabgaben zahlen musst, kommt das alles auch so wieder in Ordnung.
Sorry für den kleinen Rant, vielleicht ist das hier auch fehl am Platz, aber ich könnte mich da stundenlang drüber aufregen .
Jo, aber wenn halt jemand sagt: Spitzensteuersatz!!!!! Dann meint er "ab 50k" und nicht "ab 500k". Und wenn jemand sagt "vermögen muss besteuert werden!" Dann kommt "Sozialabgaben auf jeden ersten euro" und nicht "Stiftungen ficken".
"Wir brauchen Erbschaftsteuer von 50%, so wie in den USA". Ja, dummkopf. Die gilt da aber erst ab 5 Millionen, und nicht auf die erste Immobilie an die Frau! Hier hast du halt als Freibetrag ne halbe Doppelhaushälfte in einem Vorort von düsseldorf? Dann mach halt 50% Erbschaftsteuer ab 5 Millionen Aber doch nicht 50% Erbschaftsteuer ab 100k. Das kommt doch eh nie.
So ist das leider, wenn klar gesagt werden würde:
Vermögenssteuer ab 20mio. Hoher Spitzensteuersatz ab 250k Einkommen (oder was auch immer früher das Multiple vom Medianeinkommen war), dann wären die Leute auch nicht mehr dagegen.
Die wandern dann ja alle aus. Machen die Firmen zu. Oh die Arbeitsplätze /s
seit den 70er/80er und den Neoliberalismus auf Antwort über den Sieg des Westens gegen die Sowjetunion hat uns das alles eingebrockt. Kurz drauf stiegen auch die Löhne nicht mehr angemessen zur Produktivität und dann wars defacto vorbei für den aufstrebenden Mittelstand
Und nebenher noch durch mediale Dauerbeschallung, neoliberal pervertierten Individualismus und systemische Unehrlichkeit den Spaltkeil zwischen die Menschen getrieben, jede Solidarität untergraben und so dafür gesorgt, dass wir bloß nicht auf die Idee kommen aufzumucken - oder es im Leeren verläuft, da jeder erstmal nach sich selbst schauen muss.
Genauso! Seit den 80ern gab es keinen gesellschaftlichen Aufstieg mehr für die Mittelschicht. Also das Eltern in der Breite ihren Kindern ein besseren Leben ermöglichen können. Und die meisten BWL Idioten verteidigen diese Entwicklung, da sie nur das gelernt haben und viel zu dumm sind um eigenständig zu denken, was von den Universitäten auch noch unterstützt wird…
Wenn der Wums (vernünftige Erbschaftssteuer wie oben beschrieben) aber seit den 70ern/80ern als Gegenmodell zur weiteren Kapitalisierung genannt wird, WIE KANN ES DANN SEIN, DASS WIR SEIT BALD 50 JAHREN(?) KEINEN KLAR MACHBAREN GEGENENTWURF HINBEKOMMEN?
Meine These ist ja, CDU-Wähler*innen ist das egal, ob es eine "vernünftige" Erbschaftssteuer gibt oder nicht. Die leben in ihrem Eigenheim oder im Luxisaltenheim am Rande der Stadt und warten munter drauf, dass ihr Leben ausklingt. Meanwhile wählen sie "Achim aus dem Dorf, der ist doch immer so nett zu uns, und verteilt Schinkenspieße und Sekt an die Damen". Problem ist, bis diese Wählergeneration den Löffel abgegeben hat, haben wir vermutlich die noAfD mit an der Regierung.
Die junge frustrierte Generation hingegen wählt sofern halbwegs informiert links (hierfür zumindest schonmal ein Anfang) oder sofern nicht informiert/psychologiscj populismusanfällig noAfD (da kannst du auch direkt Hayek oder Friedmans Skelett ins Kanzleramt setzen *und Mussolini oder Hitler in die Ministerien, aber das erfasst hier die Erbschaftssteuerthematik nicht adäquat).
"Deutschland schafft sich ab" könnte man also, musste man es nicht vom Hund Sarrazin klauen, tatsächlich auf den demographischen Wandel als Hauptursache unseres Niedergangs sehen. Ironischerweise wäre ja mehr Einwanderung und Legalisierung von geduldeten Immigrant*innen eine Lösung, aber PSSSST das wollen DIE GRÜNÄN
Ich denke nicht das die Linke einen wirklich sinnigen politischen Entwurf darlegen kann… die Parteitage sind regelmäßig eine Bloßstellung für die ehemalige Form der Demokratischen Vertreter… das sind keine gebildeten Menschen sondern oftmals nur noch Witzfiguren
global übertragbar! that's the real sh*t!!!
Und... die GRÜNÄN! Die sind ja nur Ideologisch getrieben!!elf1!
Auch wenn das gesagt würde wären die Leute dagegen. Wir wurden in den letzten 20 Jahren zu oft mit so einer Masche verarscht, die Glaubwürdigkeit das es dann wirklich erst ab so hohen Beträgen anfängt und nicht doch wieder für alle ist einfach weg.
Die Linke fordert genau das und wird dafür gesteinigt.
Die fordern das ab 1 Mio Vermögen. Also ab der Doppelhaushälfte. Und beim Gehalt auch nicht erst ab den angesprochenen 250k€/a sondern viel eher (edit: 53% ab 80k€/a). Und außenpolitisch würden sie uns am liebsten aus der Nato raus lösen (und an Russland anschließen?). Ist genauso unwählbar wie vieles andere auf der anderen Seite des Extrems.
Die SPD müsste nur einfach wieder zur Abeiterpartei werden statt Anhängsel der CDU. Leider gibts dafür zu viele Rentner, die sie auch so über Wasser halten.
Ist ein einfaches Spiel, wenn man den verständlichen Wunsch nach "Kampf gegen die Reichen" einfach durch Verschiebung was als "reich" zählt beeinflusst, kannst du super Bevölkerungsschichten gegeneinander ausspielen. Der unzufriedene Mensch soll sich gegen 60k-Gehälter auflehnen, dann bleibts ruhig in der Etage die tausend dieser Gehälter ohne eigene Leistung in Assets rumliegen haben.
"Wir" gegen "die" wird einfach als Lohnarbeitsgehaltsgrenze definiert, nicht als "Lebt von eigener Arbeit" vs "lebt von Arbeit anderer". Teile und herrsche. Die gesellschaftliche "Front" soll mittig durch die 99% verlaufen, der Neid soll sich gegen den richten, dessen Mietwohnung ein Zimmer mehr hat, statt gegen den, der 70 Wohnungen vermietet. Gegen den Porsche vom Zahnarzt statt den Fuhrpark desjenigen, der so wenig Schnittmengen mit dem eigenen Leben hat, dass man gar nicht auf dem Schirm hat, wieviel Wohlstand er oder sie bindet.
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mehr als 1000 Worte...
Und das sind aber eher die Durchschnittsverdiener schuld, die Angst haben, mal mehr zu verdienen.
Denn sowohl SPD als auch Grüne haben definiert, wer die Reichensteuer zahlen soll. Und die griff nicht ab 50.000. Im Gegenteil, der Spitzensteuersatz sollte weiter hoch geschoben werden. Wurde anders geframed und mehrheitlich Union und AfD gewählt, die oben ordentlich entlasten wollen.
Solange die progressiven Parteien angeprangert werden, weil sie nicht progressiv/sozial genug sind und daher immer konservative und wirtschaftsliberale Parteien (mit) an der Macht sind, wird es mit dem Schutz der Reichen (Arbeitsplätze, die gehen sonst) weiter gehen.
Das Problem ist nicht das die Erbschaftssteuer zu niedrig ist, sondern das sie bei Milliardären meistens nicht vollstreckt wird. Dann hat so ein Milliardenerbe leider überhaupt keine Liquidität um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. Da kann der Staat dann auch leider nichts machen und verzichtet auf die Steuer
Zur Info: Freibetrag Erbschaftsteuer USA in 2025 beträgt 13.990.000,00 USD, jährlich indexiert. Nächstes Jahr rund 15.000.000,00 USD. Zum Vergleich Deutschland: Freibeträge seit 2009 unverändert: Ehegatte 500.000 € und Kinder 400.000. In vielen europäischen Ländern ist gar keine Erbschaftsteuer zu zahlen. Dazu gehören: Schweden, Österreich, Estland, Lettland, Tschechien, Slowakei, Portugal, Malta, Zypern. In der Schweiz fällt bei Übertrag in gerader Linie ebenfalls keine Erbschaftsteuer an. Zudem ist auf Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren keine Einkommensteuer zu zahlen. Deutschland erklärt in wenigen Worten: Wer Geld hat wandert aus, wer keins hat wandert ein.
Absolutely richtig, nur ein Problem; die Oma im Speckgürtel von München hat keine Lobby, Superreiche schon. Wenn du dir anschaust wie Besteuerung bei uns funktioniert würde ich fast drauf wetten dass stärkere Besteuerung von Erbschaften vor allem diese “kleineren” Vermögen von 1-2 Mio am härtesten treffen würde. Alle die es sich leisten können finden ein Schlupfloch
Wenn die CDU so ein Gesetz schreibt absolut. Da steckt ja die Hand von BlackRock bist zum Kopf im Arsch.
Nicht nur die CDU. Ich traue keiner Partei zu das ordentlich anzugehen. Selbst wenn man gute Absichten unterstellt läufts am Ende so das die Superreichen einfach auf dem Papier gar kein entsprechendes Vermögen haben und zahlen dürfen die die eben nicht reich genug sind um sich eine Anwaltsarmee zu leisten die einem die Schlupflöcher, die es immer geben wird, zu zeigen und auszunutzen.
Richtig, die SPD, Grüne oder FDP würden nie mittrlmäßige Einkommen höher besteuern oder darazf größere Sozialabgaben verlangen, weil sie den Unterschied zwischen Vermögen und Einkommen zu 100% verstanden haben und beides als gleichwertig betrachten. /s
In eine Partei eintreten und ändern.
Wenn sich viel mehr Menschen engagieren würden sähe es auch anders aus
Ja aber aber aber die Ausländers … danke Merkel …
/s
Harter Tobak
Es ist 1 zu 1 das Experiment mit dem Frosch im Kochtopf.
Es sind alle unzufrieden, aber woher es richtig kommt, rafft der Großteil gar nicht.
Solange Netflix, YT und Insta am Start sind geht hier keine Masse mehr protestieren.
Lass sie ruhig zufrieden vor ihren Smartphones verdummen, dann bekommen sie nicht mit wie wir die Welt weiter unter uns aufteilen.
Wir sind Deutsche (also auch zugewanderte und hier lebende Menschen ohne deutschen Pass)... Das letzte Mal wo wir selber laut wurden war 1848... Seitdem haben wir uns von oben nur rumschubsen lassen...
Ich glaube das sind auch sekundäre Globalisierungseffekte. Unser hoher Wohlstand bis in die 90er war auch deshalb möglich weil global ein hohes Wohlstandsgefälle herrschte, an dessen Spitze wir standen.
So gesehen verteilt sich Reichtum mittlerweile etwas gleichmäßiger über den Globus und das ist für uns in der Praxis ein „Abstieg“. Man kann das ja selbst innerhalb Europas betrachten, wo Länder wie Polen oder Rumänien früher Hauptquelle von Niedriglohnarbeitern und günstigen Rohstoffen waren, mittlerweile wollen die verständlicherweise alle ein größeres Stück vom Kuchen abhaben.
KI wird das ganze nochmal beschleunigen, wenn man dank Echtzeitübersetzung Aufgaben komplett an Freelancer in Neu-Delhi abgeben kann und sich mit ihnen normal unterhält als wären sie Deutsche. Die ganze Homeoffice-Kultur ist bereits ein wichtiger Zwischenschritt dort hin.
Eine Kollegin ist vom Personalabbau bedroht, sie sucht nach Alternativen. "Ich könnte Dolmetschen ins Rumänische", sagte sie. Ich hatte nicht das Herz ihr zu sagen dass das kein Skill mehr ist der benötigt wird. Höchstens bei vertraulichen Dokumenten aber wie willst an so eine Stelle kommen ohne Ausbildung....?
Das wird noch spannend, wenn die Menschen erstmal geistig genau so verkümmert sind wie handwerklich, nachdem beides nichts mehr wert ist und man ja seine gesamte Kultur und Tageszeit auf lohnarbeit ausrichtet.
Warum sollte die Menschheit handwerklich verkümmern und handwerkliche Arbeit bald nichts mehr Wert sein? Instandsetzungsroboter liegen noch viele Jahrzehnte in der Zukunft. Fertigung kann man automatisieren aber Instandhaltung nicht. Und Handwerk ist zum überwiegenden Teil Instandhaltungsarbeit
Ein LLM kann man auch lokal betreiben. Da braucht man keine Cloud.
Ja, dies scheinen die Leute immer zu vergessen. Früher war die Dritte Welt für uns versklavt. Immer mehr dreht sich das.
Ich glaube das nicht. Ich glaube, die Ursache liegt darin, dass Reichtum grundsätzlich dazu tendiert, zu immer mehr Reichtum zu führen. Der Staat sollte in einem demokratischen System eigentlich für eine gerechte Umverteilung sorgen, aber Reichtum bringt so viel Einfluss mit sich, dass der demokratische Wille von den Reichen untergraben werden kann. Das ganze verstärkt sich selbst mit der Zeit immer mehr und kann auch irgendwann innerhalb der Demokratie nicht mehr repariert werden.
Edit: Das einzige demokratische Gegenmittel, das mir dazu einfällt, ist mehr direkte Demokratie. Also das Volk öfters direkt entscheiden lassen anstatt nur alle vier Jahre eine Partei zu wählen, mit der man Überschneidungen zu sehen meint und die dann in den nächsten Jahren aber an keine Versprechen gebunden ist.
Neulich gab es gerade wieder jemanden, der bei uns eine Ökodiktatur der Demokratie vorzog. Wenn sich hier irgendwas außer einer parlamentarischen Demokratie entwickeln sollte, bin ich weg, wenn ich es irgendwie finanzieren kann.
Die schlecht bezahlte Heimarbeit kommt wieder. Halt mit Internet, statt Kugelschreiber montieren.
Interessanter Gedanke. Ich glaube es ist unumstritten das der Wohlstand und auch der Konsum in Deutschland in jeder Schicht massiv gestiegen ist innerhalb der letzten 20 Jahre. Es fällt nur nicht so auf weil es in anderen Teile der Welt noch viel mehr gestiegen ist
Ich kann immer nicht nachvollziehbar, warum grade wir hier in Deutschland nie richtig aufstehen, ja es gibt mal Streiks und Demos etc aber gefühlt 2 Woche lang und dann ist wieder alles vorbei. Wir lassen alles mit uns machen und beschweren und jammern dann im kleine Kreis
Weil der Deutsche maximal Autoritätsgehörig ist und eine Arroganz in sich trägt welche nicht erlaubt mal zu bennen dass dieses Land nicht mehr läuft/lange nicht mehr lief.
Lieber wird es immer schön geredet
wann wurde in Deutschland mal wegen sozialer Gerechtigkeit demonstriert? Die einzigen Demos die wir hinbekommen ist gegen Rechts. In Frankreich ist das eine ganz andere Nummer.
In Frankreich wird vor allem protestiert, um die Reform des komplett maroden Systems noch ein bisschen weiter in die Zukunft zu verschleppen. Die Leute sind in der Breite gegen Rentenkürzungen oder CO2-Steuern, egal wie illusorisch diese Vorlieben auch sind.
Und was bringts? Der Staat is maximal dysfunktional, Le Pen und Konsorten stehen bereit um zu übernehmen. Und die erfinden dann auch nicht das Geld neu, im Gegenteil.
Da kommen wir auch schnell hin, wenn D sich zu Streiks dieser Größenordnung aufrafft. Wer kann das wollen? Es ist eine Illusion, zu glauben, das Links davon profitiert.
Übrigens: Rot war die letzten 20 Jahre fast durchgehend an der Macht. Geld bei den Reichen haben die da auch nicht gefunden. Und jetzt erzählt mir nicht, die böse böse CDU habe das alles immer blockiert.
Darum steht Frankreich ja auch so beschissen da.
Gegen rechts, das ist der Kardinalfehler überhaupt. Und damit meine ich „rechte“ CDU-Positionen vor 1998!
Ich denke, die linksgrüne 68er Lehrerschaft hat die Basis für den Untergang gelegt - und, das ist der Treppenwitz, damit auch für den Untergang der durchaus erkämpfenswerten Ideale.
Herzlichen Dank!
Einige wussten das schon etwa 2010. Hätte man senerzeit das Steuer rumgerissen, sähe es erheblich besser aus…
Keine Versöhnung mit SPD, Grünen und CDU! Ihr tragt schwerste Schuld für eure Unfähigkeit, Selbstverliebheit, eure Karrieregeilheit, den narzisstischen Geltungsdrang, eure hypermoralische Hybris und Ignoranz!
In einer echten Demokratie, so es sie denn gibt, sollte das NUR EINE logische Reaktion des Souveräns erzeugen:
ABWAHL. Auf allen drei Ebenen.
Der Deutsche ist schon mal "aufgestanden". Ist ziemlich genau 90 Jahre her. Gerade sehen wir die Anfänge des zweiten "aufstehens" oder glaubt ernsthaft jemand, die AfD steht bei teilweise über 50 Prozent, weil auf einmal alle Faschisten geworden sind/schon immer waren und sich jetzt "zeigen"? Das IST der Protest, den du vermisst. Wird spannend die nächsten 20 Jahre...
Vor 90 Jahren wurde nicht aufgestanden, sondern ein Sündenbock gesucht und in Juden, Roma, Kommunisten, "Asozialen" und "Sodomisten" gefunden.
Im kleinen Kreis? Alter social Media ist nur noch voll von rechtem und linken Gejammer. Wir werden in zwei Lager gespalten damit wir von uns gegenseitig abgelenkt sind. Wir vergeuden so viel Zeit in Social Media und im Internet, dass wir gar nicht mehr mitbekommen wie die Reichen uns ausspielen.
Das richtig gruselige ist, wie wenigen Menschen in unserer Gesellschaft, die hier genannten zusammenhänge bewusst sind und noch gruseliger, wie wenig bereit sind überhaupt über das Thema zu reflektieren.
Ich bin IT'ler und bin Teil eines jungen Teams von intelligenten Menschen. Mehr als die Hälfte verteidigt reflexhaft unser System, wenn man eine unpopuläre Meinung einbringt. Sogar super (!) Reichtum wird nicht als gesellschaftliches Problem gesehen "Hat ja jeder die Chance". Bei Bürgergeld-Betrug gehen aber sofort die Emotionen hoch. Eigentlich überhaupt schon beim Thema Bürgergeld.
Sind alles studierte Männer um die dreißig.
Das ist irgendwie typisch für studierte Mittelschicht-Männer in IT- oder Ingenieurs-Berufen.
Eigentlich könnte man meinen, dass sie intelligent genug sind solche Zusammenhänge zu verstehen und nicht auf emotionales Amre-Leute-Bashing reinzufallen...
Ich gehöre auch zu dieser Gruppe, muss mir (noch) keine finanziellen Sorgen machen, aber mir ist bewusst, dass ich mit dem Obdachlosen vorm Bahnhofseingang mehr gemeinsam habe als mit den Villenbesitzern im Reichenviertel.
Ja, mir gehts gut. Bin auch in der IT. Aber ich komme aus einer Familie von Flüchtlingen und Arbeitern. Mein Wohlstand ist durch die harte Arbeit von meiner Familie und mir zusammengekommen aber ich kenne es auch anders und ich habe trotzdem wenig mit reichen zu tun, auch wenn ich in einer abgezahlten Immobilie lebe und Rücklagen für eine ganze Weile habe. Sorgen hat man natürlich als Einzelverdiener mit Familie immer. Was, wenn man arbeitsunfähig wird, was wenn die Firma pleite geht oder KI irgendwann doch mal schlau genug wird den Job zu übernehmen und und und. Arme Leute zu bashen zeugt von geistiger Armut.
Nö, finde ich nicht. Ich bin auch ITler und habe viele Freunde, die in der gut bezahlten Bubble leben. Die das System aber trotzdem kritisieren und deutlich mehr Sympathien zu ärmeren Menschen als zu wohlhabenden Menschen haben.
Was haben wir von diesem Klassenkampf, der eigentlich total am Problem vorbeigeht? Das Problem sind nicht die, die viel verdienen (denn sie haben für die Wirtschaft ja anscheinend einen hohen Gegenwert), sondern die, die sehr viel haben und trotzdem möglichst viel Geld am Fiskus vorbeischleußen.
Oder Unternehmen, die auf Kosten der Umwelt/Allgemeinheit hohe Gewinne machen, diese Gewinne aber nur in die Taschen der Verursacher fließen.
Toller Vergleich dein letzter Satz! Den merke ich mir. Vielleicht bringt dies an geeigneter Stelle Leute dazu über die Arm-Reich Schere nachzudenken.
Diese Entwicklung ist nicht neu und nahm in diesen Ausmaßen ihren Beginn um 1980 herum. Das war der Zeitpunkt als sich die steigende Produktivität von der Lohnentwicklung entkoppelte. Dieses daraus resultierende Delta spüren wir heute überall. Das ist das Geld das uns in allen Sozialkassen fehlt. Das sind die höheren Löhne die fehlen um die Errungenschaften der modernen Zivilisation auch genießen zu können.
Wo das Geld abgeblieben ist? Na was denkt ihr denn?
Wir stecken mitten im Klassenkampf und ALLE die in Einkommensarbeit stehen, sind eine Gruppe zusammen mit den Arbeitslosen Migranten und anderen Minoritäten. Wir alle gegen die 5% dort oben.
Wenn ihr mich fragt ist es lange überfällig mal wieder die Mistgabeln und Fackeln auszupacken um ein paar reiche Geldsäcke aus ihren Elfenbeintürmen zu zerren.
Du legst den Finger genau in die Wunde, die seit den 80ern klafft. Die Entkopplung von Produktivität und Reallohn ist empirisch der „Smoking Gun“ für das, was wir heute als Abstiegsangst spüren. Wir arbeiten produktiver denn je, aber der Mehrwert fließt fast ausschließlich in Kapitalrendite, nicht in Lohntüten.
Jop, durch regressive Abgabenlast und progressive Subventionsverteilung ist mathematisch leider auch nichts anderes möglich. Absolut anti-marktwirtschaftlich, aber leider gelebte Realität.
Selbst mit 0 Prozent abgaben hätte der Durchschnittsverdiener von Heute nicht so viel netto wie der Durchschnittsverdiener in den 80ern allein Inflationsbereinigt heute haben würde. Die 25% Produktivitätsgewinn kämen noch on top. Da wäre man bei ca 100.000€ Jahresbrutto.
Das gibt keine Statistik her. Oder die sind alle gefälscht. Wenn ich mir die Reallöhne seit 1980 anschaue sehe ich über jedes Jahrzehnt Steigerungen. Mal mehr mal weniger. Woher hast du deine Information ?
Such dir den Durchschnittsverdienst in 1980, geh auf eine beliebige Inflationsrechnerseite die ab 1980 unterstützt, eingeben, fertig. Kommen ca 80k raus +25% Produktivitätssteigerung
Das würde bedeuten das alle anderen offiziellen Statistiken gelogen sind. Du meinst es gibt seit 1980 keine Reallohnsteigerung ?
Das ist richtig. Aus marktwirtschaftlicher Sicht und Pflicht ist ohne temporäre Rückabwicklungen der letzten Jahrzehnte der Vermögensumverteilung (Werkzeuge: Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, etc) auch die oben genannte Systemumstellung noch nicht ausreichend.
Das ist der Oxymoron am ETF sparen. Man erhofft sich Rendite von den gleichen Menschen die einen ausdrücken and alles an Wirtschaftlichen Schaden auf den Steuerzahler umwälzen.
Und der Staat bedient sich dann auch dort nochmals dran. Kann der Staat nun auch nichts fuer, da solche einkommen die einzigen sind die Einfach zu besteuern sind. Jede halbwegs gescheite Firma nutzt alle Schlupflöcher die es so gibt.
Muss sie sogar in den USA. Auch hier gilt: alle legalen Schlupflöcher sind auszunutzen.
Streik, Reform oder gar Revolution in Deutschland? Eher friert die Hölle zu. Wir sind ein obrigkeitshöriges, verweichlichtes, Fett gewordenes Volk, das zu allem ja und Amen sagt und sich in einem überregulierten Land von egoistischen Individuen, die auf die Regeln scheißen, auf der Nase herumtanzen lässt.
Bevor hier pragmatisch und mit Augenmaß etwas sinnvolles umgesetzt wird, wird eher noch die AfD in den Sattel gehoben, die dann den Neigungswinkel für die Talfahrt in Richtung 90 Grad stellt.
Aber wenn die Ausländer dann mal endlich weg sind… /s
Sind wir das wirklich erst geworden? Sind wir nicht berühmt für den deutschen Michel mit seiner Schlafmütze oder die Biedermaier Zeit?
Lies mal die Buddenbrooks. Die Parallelen zur Geschichte seit dem Ende des Krieges drängen sich auf
Ja und was genau macht der sogenannte Mittelstand ? Sich über Bürgergeldempfänger aufregen. Und sobald da Kürzungen komme daran ergötzen obwohl es 0,0 Einfluss auf unser aller Leben hat.
Doch hat es. Wenn bei Bürgergeldempfängern gekürzt wird, erhöht es den Druck auf die Angestellten, ja nicht den Job zu verlieren…
Genau dies
Die Reichen haben eben eben erkannt, dass Kulturkampf super ist. Damit lassen sich alle prima ablenken und keiner muss Angst vor Klassenkampf haben, man schaue in die USA, da wird es gerade perfekt vorgemacht. Und die Medien spielen komplett mit, der Algorithmus kickt eben bei Kulturkampf besser. Ist eigentlich nur noch traurig...
Die Empfänger:innen von Ersatzleistungen (Bürgergeld gibt es ja schon wieder nicht mehr) SIND der Mittelstand 🤣
(Moment, sorry, ich hatte 5 Jahre zu weit vorgespult.)
Die Mittelschicht. Großer Unterschied
Wie passt zum Thema Entkopplung Produktivität / Löhne, dass seit Jahrzehnten die Lohnquote quasi konstant ist? Die Quote für Kapital- und Vermögenseinkommen ist leicht gesunken, Sozialleistungen leicht gestiegen.
Ja, der Anteil der Wertschöpfung, der insgesamt an Arbeit fließt, ist ungefähr gleich geblieben. Das wurde jedoch dadurch erreicht, dass heute deutlich mehr Menschen arbeiten als früher, insbesondere durch den Übergang zu Zwei-Einkommen-Haushalten.
Gleichzeitig hat prekäre Beschäftigung stark zugenommen, und insgesamt werden mehr Arbeitsstunden geleistet als in früheren Jahrzehnten, auch wenn das politisch, etwa von der CDU/CSU, nur ungern anerkannt wird.
Zudem haben sich die Löhne innerhalb der Arbeitnehmerschaft sehr unterschiedlich entwickelt haben: Während ein Teil deutlich profitiert, stagnieren oder sinken die realen Einkommen vieler Beschäftigter. Die scheinbar stabile Lohnquote verdeckt somit, dass Produktivitätsgewinne nicht breit bei den Arbeitnehmern ankommen.
Mit anderen Worten: Reale Einkommenszuwächse gab es fast ausschließlich für die oberen zehn Prozent, die mittleren Einkommen stagnierten, und die unteren Einkommensgruppen verloren real sogar an Kaufkraft.
Komplett richtig, aber nur Fackeln und Mistgabeln werden nicht reichen. Das System muss neu und korruptionssicher aufgesetzt werden damit Geld nichtmehr in politische Macht und Medienmacht umsetzbar ist.
Das war schon viel früher: die Erfindung der Dampfmaschine hat den Menschen produktiver gemacht und den Mehrertrag dem Besitzer der Maschine gegeben.
Aber sonst ist es genauso wie du sagst. Und die "da oben" machen alles um unseren Fokus auf die Ärmsten zu richten, damit wir die Reichsten nicht sehen und die Gesellschaft zu spalten, damit sie sich nicht gegen die herrschenden vereint.
Wenn man es ganz korrekt betrachtet hast du recht. Aber nach dem Weltkrieg ging das ganze noch Schrittweise einher, ab den 80ern fand eine große entkoppelung statt. Auch mit ganz offenkundigen, politischen Umwälzungen. Man denke daran was Thatcher mit GB gemacht hat in der Zeit. Oder die Politik von Reagen.
Mir wurde neulich erklärt, dass der Klassenkampf heute zwischen arbeitenden und nicht arbeitenden verläuft. Ich halte das für Quatsch aber denke auch das ist die Erzählung, die den Reichen in die Karten spielt wenn man sich lieber nach unten abgrenzen anstatt gegen die da oben
Das geht auch viel einfacher. Tritt einer Gewerkschaft bei
Selten so gelacht. Das lohnt sich nur als Volkswagen Betriebsratschef.
Typisches zero sum denken. Das Problem ist ganz offensichtlich die Politik.
Danke für den Beitrag aber seien wir ehrlich niemand will es hören oder was ändern so lange man selbst noch RTL schauen kann und die Bild-Zeitung lesen kann. So lange man zu schauen kann wie es anderencnich schlechter geht. So lange man immer noch auf Malle kann um sich zu zusaufen. Ach geht auch nicht mehr aber man kann immer noch Ausländer und oder Arme hassen das ist einfach und bequem egal wie schlecht es einem geht. Hier wurde nach Lösungen gefragt
Ganz einfach den Sozialstaat so gut aufbauen das wenn einem etwas passiert das es einem gut geht. Gut versorgte Menschen sind aktiver. Bedeutet Menschen die nicht mehr in Armut leben Haven die Energie selbst wenn sie keinen Job haben weil es nicht genug gibt sich zu engagieren und zu handeln. Plus es hat den benefit das dein Arbeitgeber dich nicht mit Armut erpressen kann um Lohn zu drücken und mehr Leistung zu fordern. Wenn du einfach gehen kannst ist dein Arbeitgeber der Bittsteller der auf deine Arbeit angewiesen ist um Geld zu verdienen. (Wie jetzt auch nur das er jetzt dir sagen kann das er dich ersetzt durch jemand billigeren)
Ich Versuche es noch mal klar zu stellen durch hohes Bürgergeld und co wird eure Arbeit mehr wert weil euer Chef euch nicht mit Armut erpressen kann.
Also was könnt ihr tun ? Werdet sie Politiker los die die armen bashen und euch damit viel Geld kosten. Dann sorgt dafür daß ein Sozialstaat aufgebaut ist wo niemand jemals arm sein muss. Und schon habt ihr wahre Sicherheit. Eure Arbeitgeber werden rumheulten weil sie euch nicht mehr wie Dreck behandeln können.
haha, klappt sicher, wenn doch Handel nicht inzwischen global wäre und es in Bangladesh gar keinen Sozialstaat gibt
Jo. Der letzte Absatz. Ich stimme zu, aber wen soll ich denn nun wählen?
Also ich häng mich gerne rein, um die oberen 0,001 % noch ein klein bißchen reicher zu machen. Das motiviert mich einfach extrem. Und ich hoffe sehr, alle anderen auch. Seht doch, wieviel das in den letzten Jahren gebracht hat, die Gemeinden und Städte haben zwar kein Geld, aber dafür liegen jetzt ein paar mehr Yachten im Hafen von Cannes. Das ist doch auch etwas.
Die Leute dachten das gleiche bei der Erfindung der Dampfmaschine in der Industrialisierung.
Sehe ich auch so. Zu der Zeit haben die Leute auch rumgeheult weil sie sich nicht vorstellen konnten was an Arbeit übrig bleibt. Jetzt sind die Doomer wieder unterwegs. Wenn man Pessimist ist, ist halt alles Scheiße. Egal was passiert.
Dein Geschichtsvergleich hat einen entscheidenden Fehler: Die Dampfmaschine hat Muskeln ersetzt, aber den menschlichen Kopf aufgewertet. Man brauchte mehr Ingenieure, Planer, Verwalter.
KI macht das Gegenteil: Sie greift genau diese kognitiven Fähigkeiten an. Sie ersetzt nicht den Muskel, sondern den Kopf. Wenn die Maschine besser plant, schreibt, codet und analysiert als du – was bleibt dann als dein komparativer Vorteil?
Frühere Revolutionen haben den Menschen vom Handwerker zum Kopf-Arbeiter gemacht. Die KI-Revolution macht den Kopf-Arbeiter obsolet. Wohin sollen wir diesmal "aufsteigen"? Zurück ins Handwerk? Das ist kein Aufstieg, das ist ein Rückzuggefecht.
Der Vergleich hinkt nicht nur, er sitzt im Rollstuhl.
Die (Dampf)maschine hat genauso wenig manuelle Arbeit ersetzt, wie KI kognitive Leistung ersetzen wird. Beides sind und waren disruptive Entwicklungen, mit denen es nicht leicht war, umzugehen. Nur, weil dein Gedankenhorizont nicht weitreichend genug ist, dir vorzustellen, dass sich insgesamt wieder eine bessere Welt daraus ergeben kann, heißt das nicht, dass es nicht so sein wird.
Ob wir es diesmal ohne gewalttätige Revolutionen und Weltkriege aufs nächste Level schaffen, das ist das, was ich für ungewiss halte. Aber wir werden es aufs nächste Level schaffen.
Was das für ein bestimmtes Individuum bedeutet lässt sich freilich nicht prognostizieren.
Wir wählen aber immer wieder das:
“Wir müssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten, mit Viertagewoche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand nicht erhalten können.“
Ach weißt du, das schöne an Software ist, dass man es beliebig kompliziert machen kann. Jede Firma programmiert für ihre eigenen Produkte eigene Software. Der Anteil an Software im Produkt steigt stetig. Daher sind die Systeme komplexer, weniger einfach zu verstehen und allein dadurch braucht man KI um damit noch effektiv arbeiten zu können. Was früher eine einfache HTML-Seite mit biss JS und PHP war ist heute eine komplexe Architektur mit Typescript, Datenbanken, Backend, React, DSGVO-konform, CI/CD, git, jede Menge Dokumentation und ne Menge Sicherheitskram, zweiten Faktor usw.
KI ist auch immer nur so gut wie die Trainingsdaten und die Leute, die es benutzen. Sollte es wirklich passieren, dass wir rumsitzen und nichts zu tun haben, können wir uns sinnvolleren Tätigkeiten widmen.
Was auch immer alle vergessen im aktuellen Trubel: im Moment wird den Unternehmen KI hinterhergeschmissen, weil alle Marktanteile brauchen. Wer sich anschauen will, was dann in der nächsten Phase kommt, soll sich mal Atlassian oder MS anschauen. Ist der Fuß erstmal fest in der Tür, wird an der Preisschraube gedreht bis es kracht.
Du begehst den klassischen Denkfehler: Du glaubst, Komplexität sei ein Schutzschild. Das Gegenteil ist der Fall.
KI ist nicht dafür da, HTML-Seiten zu bauen – das kann jeder Praktikant. KI ist dafür da, genau diese monströse Komplexität (Microservices, Tech-Stack-Wildwuchs, Legacy-Code) zu managen, die Menschen kognitiv überfordert. Je komplexer und undurchsichtiger dein System ist, desto nötiger wird die KI, um es zu warten, zu refactorn und zu skalieren.
Dein Argument „Man braucht KI, um damit zu arbeiten“ bestätigt ja genau meine These: Du wirst vom Architekten zum Operator degradiert. Und wenn die KI erst mal den Code schreibt, testet und deployt, bist du nicht mehr derjenige, der „sinnvolle Tätigkeiten“ sucht – du bist derjenige, der vom CFO gestrichen wird, weil eine Lizenz billiger ist als dein Gehalt. Komplexität rettet dich nicht, sie ist der Grund, warum du ersetzt wirst.
Sehe ich nicht so, außer du kennst eine KI die ich nicht kenne.
Die kann sehr gut triviales Zeug lösen, wie scripte basteln, etc.
Aber Projekte kann die nicht managen. Höchstens kann die Projekte indizieren und bei helfen.
Oder anders gesagt: Einem Senior kann die KI nicht den Job klauen, einem Junior aber schon.
Wenn ich die Senior-Devs bei uns im Team so höre, ist diese Aussage leider veraltet. Und das System, an dem ich mitarbeite ist über 20 Jahre historisch gewachsen mit komplexer Architektur, die im Konzern viele Schnittstellen hat.
Bei uns im Unternehmen gehen die was KI angeht all-in. Man kriegt die neuesten der neuesten Modelle. Schulungen werden durch KI-Schulungen ersetzt. Alle Vorgesetzten sollen in den Teams dafür sorgen, dass das benutzt wird. Und ich arbeite in einem „Traditionskonzern“, kein hippes Start-Up oder IT-Beratung oder so.
Wir alle kennen diese Argumente, aber sie ziehen am eigentlichen Problem vorbei: Wenn die Geschäftsführung von Unternehmen x denkt, "irgendwas mit KI" sei geil und führt es ein, dann folgt auch Unternehmen y mit diesem Schritt. Und so schreibt sich eine soziale Fiktion fort, getragen von Leuten, die selten eine Ahnung davon haben, was KI nun kann und was die jeweiligen Anwendungsfälle sind.
1) überfordert Komplexität LLMs immer noch. Du musst das Kontextfenster immer größer drehen und damit wird jede Anfrage teuerer.
2) sind wir in der Markterschließungsphase. KI word nicht kostendeckend eingesetzt. Das ist aktuell ein Verlustgeschäft, um Kunden zu erschließen und zu binden. Wenn dann die Preise letztlich anziehen und gleichzeitig weiter erstens gilt, ist der KI-Usecase auf einmal ein ganz anderer.
Höre ich da (endlich) ein bisschen Klassenbewusstsein raus? Es sind wir (quasi alle) gegen die (Reichen).
For the many, not the few!
Tax wealth, not work.
Aber das Klassenbewusstsein wird mit ziemlicher Sicherheit auch wieder aufgeweicht. Ich bin pessimistisch. Mittlerweile haben die Überreichen immense strukturelle Vorteile, die so schnell nicht einfach auszuspielen sind.
oohh....Kummonismusss!
Das mit großem Abstand größte Problem ist die Desinformation, der absolute Glaube von ca. 95% dass alles fair, gut, richtig ist, wie es ist. Vor 500 Jahren waren die Bauernaufstände. Damals glaubten die Leute, dass Gott alles lenkt und vorbestimmt. Ist etwas schlecht, dann weil Gott es so will, weil wir nur seinen Plan nicht kennen.
Heute ist alles gesteuert vom Glauben an die Meritokratie. Man muss sich nur anstrengen, fest leisten. Wer trotzdem arm ist? Hat sich einfach nicht genug angestrengt, war nicht klug genug!
Exakt dasselbe.
Das haupt Problem unserer Gesellschaft ist dass die 80% der "normalen" sich für kurz vor richtig reich halten und deswegen Politik für die ricjtig reichen wollen, ohne dabei zu verstehen dass sie der Obdachlosigkeit näher sind als fer million.
Ich finde es dann immer lustig wie manche noch Millidäre verteidigen. Zum Beispiel bezahlen die gar nicht ihre Mega Jachten selbst sondern wir Steuerzahler / Sklaven tun das für die. Du fragst dich wie? Ganz einfach die Jacht wird nicht privat gekauft sondern über eine GmbH mit dieser wird ein Vermietungsgeschäft gestartet. Manche der superreichen vermieten tatsächlich ein paar Mal andere sind so dreist die machen das im Leben der Jacht tatsächlich nur einmalig und vermieten dann nie wieder. Egal wichtig ist nun das so ein Unternehmen dann in der Realität immer deutlich Verluste machte. So eine hundert Millionen Jacht kostet zum Beispiel ca 10 Millionen im Jahr ( Faustregel sind 10 Prozent vom Neupreis) diese Verluste kann man dann vom persönlichen Einkommen komplett abziehen . Heißt der Millionär bekommt die Jacht umsonst und wir dementsprechend weniger Steuern zahlen das also. Trump hat es dieses Jahr nun auf die Spitze getrieben, mit der größte Posten beim abschreiben der Steuer ist nämlich das abschreiben des Wertverlustes jedes Jahr der Jacht. Ähnlich wie ein Auto verliert ja jedes Boot bedeutlich an Wert das zählt auch zu den Verlusten. Nun hat Trump ein Gesetz erstellt mit der Jachtbesitzer schon im ersten Jahr hundert Prozent des Neupreis absetzen können und nicht jedes Jahr zehn Prozent... Das ganze ist also nichts anderes als ein kostenloser Kredit auf Kosten der Steuerzahler .
Richtig, danke. Gilt übrigens auch für Wohnungen, Geschäftswagen, etc wir haben zuviele Steuerschlupflöcher. Kein normaler Arbeitnehmer hat eine Stiftung. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.
Manchmal, wenn ich schwach werde und mich frage ob Milliardäre nicht auch gute Menschen sind, zähle ich die Großprojekte auf, mit denen sie der Menschheit dienen. Vermögen verpflichtet und so.
Und dann geht's wieder.
https://preview.redd.it/tsvhsh4m2n8g1.jpeg?width=1080&format=pjpg&auto=webp&s=75ff4006c0609b5b7d2a89faefdcc6b8e55def4c
Schau dir die Spalten an. Um zu den „oberen 10%“ zu gehören, brauchst du mit unter 35 Jahren gerade mal 200k Vermögen. Mit 45 Jahren sind es 583k. Das klingt viel, ist aber für „obere 10%“ (die Elite!) eigentlich ein Witz. Ein halbes Haus in einer Großstadt und du bist statistisch „reich“.Das zeigt nicht, wie wohlhabend wir sind, sondern wie arm der Rest ist. Wenn 50% der unter 35-Jährigen weniger als 17k Vermögen haben (ein gebrauchter Golf), dann ist die Mittelschicht nicht existent, sie ist eine Illusion. Deine Tabelle ist das Protokoll unseres kollektiven Abstiegs.
Naja du musst das Haus ja nicht nur besitzen, sondern auch den Kredit schon soweit abbezahlt haben. Da werden 200k mit 35 schon echt schwer
Spanien ist gemessen am Median des Vermögens bereits heute reicher als Deutschland. Ein wirtschaftlicher Abschwung in DE wird den Unterschied noch vergrößern
In Deutschland ist die Vermögensverteilung relativ simpel
Die Hälfte der Leute ist Immobilieneigentümer. Medianvermögen dieser Gruppe etwa 300.000 Euro
Die andere Hälfte hat keine Immobilien. Medianvermögen dieser Hälfte knapp 20.000 Euro
Und doch kann man in Deutschland sehr gut leben mit hohen Standards auch wenn man „gerade mal 200k Vermögen“ hat
Yep.
Hört bitte auf solche Dinge zu posten. Das sind Ablenkungsmanöver, damit sich die Leute so fühlen, dass sie "dazugehören" und was zu verlieren haben. Vermögenssteuer ab 2mio einführen und alle Schlupflöcher wie Stiftungen und Steuergestaltubgsmöglichkeiten schließen. Steuergesetze in den USA und Europa wie in den 1970ern teils davor. Wikipedia: :Der Spitzensteuersatz blieb bis 1964 über 90 %, wurde dann aber auf 70 % gesenkt. Unter der Regierung des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, der mit Steuersenkungen und einer umfassenden Steuerreform in den Wahlkampf 1980 ging, wurde der Spitzensatz 1982 erst auf 50 % und 1988 schließlich auf 28 % reduziert." Reagan global und unter Kohl in Deutschland haben die Schleusen geöffnet und seitdem kann man zuschauen wie es immer schlechter wird.
Lest doch bitte mal was OP schreibt: Wieviele der oberen 10% können sich einen Berg mieten für eine Hochzeit? Es geht um die oberen 0,1% Bei 500 Mio in der EU, sind das 500.000 ÜBERREICHE Menschen. Das ist wahrscheinlich immer noch zu viel. Wahrscheinlich trifft es der Spruch der oberen 10.000 für Deutschland ganz gut.
Der Artikel ist von 2018: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/bmw-grossaktionaere-familie-quandt-verdient-drei-millionen-euro-pro-tag/21096174.html
Die können 3 Mio € am Tag ausgeben und das seit vielen Jahren... 3 Mio € am Tag, nehmt euch Zeit um die Zahl mal zu genießen. Wieviel könnt ihr am Tag ausgeben bzw investieren?
Und wir zerfleischen uns gegenseitig wegen dem Bürgergeld. Die lachen sich jeden Tag einen Bauchmuskelkater neu.
Das sind nicht mal 10 Prozent Erbschaftssteuer hier: https://www.haufe.de/steuern/steuerwissen-tipps/geerbtes-und-geschenktes-vermoegen-2023_170_627408.html
Was zahlt ihr so auf eure Kapitalerträge nach dem 1000€ Freibetrag? Bei mir sind es 25% plus Nebenfreuden...
Und sagt nicht, dass ihre keine Lobby habt. Was habt ihr gewählt die letzten Jahre/zehnte? Seid bitte ehrlich. :)
Hört auf nach unten zu treten, boxt mal ein bisschen nach oben für mehr echte Solidarität in der Gesellschaft.
Insofern fröhliche Weihnachten 🎄 alle zusammen.
Das wurde bei jeder technischen Innovation gesagt. Meist war sogar das Gegenteil der Fall: Es sind viele neue Jobs entstanden. Warum soll diesmal alles anders sein?
Warum es diesmal anders ist? Weil du das Prinzip „Intelligenz“ automatisierst, nicht nur Muskelkraft.
Die Dampfmaschine hat Muskeln ersetzt, aber den Kopf wertvoller gemacht. KI ersetzt jetzt den Kopf. Wenn die Maschine nicht nur schneller hämmert, sondern auch besser plant, entwirft und entscheidet – was bleibt dann für den Durchschnittsmenschen als ökonomischer Vorteil?
Frühere Innovationen schufen neue Jobs, weil sie menschliche Fähigkeiten ergänzten. KI zielt darauf ab, menschliche Kognition zu substituieren. Das ist kein Upgrade des Werkzeugs, das ist die Abschaffung des Werkzeugführers. Wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der „menschliche Arbeit“ für die Wertschöpfung optional wird – und das gab es historisch noch nie.
Ich bin Softwareentwickler und nutze täglich KI. Sie nimmt mir stupide Arbeiten ab (z. B. das Schreiben kleiner Python-Skripte) und macht auch sehr gute Vorschläge für die riesige Codebase, an der ich arbeite.
KI ist ein unglaublich mächtiges Werkzeug und macht viele Dinge effizienter. Ich kann mich dadurch auf die wirklich spannenden Aufgaben konzentrieren, weil ich mit KI einen Hebel habe, der mich deutlich produktiver macht. Insofern macht der Job jetzt sogar (noch) mehr Spaß.
Naja, wenn du jetzt durch KI viel produktiver wirst, dann kann man sich einen weiteren Softwareentwickler sparen. Dein Chef wird dich nicht lange "spannende Aufgaben" machen lassen, sondern dir einfach ein weiteres Projekt auf den Tisch legen oder die Zeit für das vorhandene Projekt stark einkürzen.
Ich gehe mit einigem mit, was du beschreibst. Wir werden ärmer, trotz real hoher Produktivität, usw. Aber KI wird nicht zwangsläufig menschlichen Fähigkeiten „substituieren“, das stimmt einfach nicht.
Ja, einfachere kognitive Jobs wie Sachbearbeitung nach Schema A bis F, Code-Refactoring, etc. kann von KI übernommen werden, sodass statt 10 Mitarbeitende vielleicht nur noch eine/r gebraucht wird. Gleichzeitig aber wird KI auch komplexere Jobs ermöglichen, gerade weil einfache Dinge keine Zeit mehr fressen, und somit durchaus neue Jobs schaffen.
Und falls du mit AGI (künstliche generelle Intelligenz) argumentieren willst, das bleibt bis auf weiteres Fiktion. LLMs werden dort nicht herkommen. Das wird inzwischen sehr klar und auch die großen KI-Unternehmen können das nicht verstecken.
Dann erläutere mir mal anhand eines konkreten Beispieles, mich, wie KI meine Arbeit 'revolutioniert'. Ich bin Servicetechniker im Handwerk, ich warte und entstöre sicherheitsrelevante Anlagen und bin der Ansprechpartner Nummer 1 für Kunden. Zum guten Service zählt meiner Meinung nach der kurze Weg zum Techniker, das bin ich als Mensch. Entstörung geht in den meisten Fällen nicht durch Software/Bedienfehler, sondern weil es evtl ein Problem mit der Hardware gibt.
Ich warte gespannt auf deine Antwort.
Und da ist er, der Denkfehler. Lange bevor es "dem kleinen Handwerkerle" an den Kragen geht, werden sämtliche Berufe die darüber stehen weggespart.
Buchhaltung? Ist bereits jetzt zu 70-80% in größeren Unternehmen automatisiert, die menschlichen Mitarbeiter prüfen nur noch. Bei uns zb die Payroll für 100.000de Mitarbeiter. Eingangsrechnungen? RPA. Ausgangsrechnungen? Agentic. Kostenleistungsrechnung? RPA. Postfachauswertung? RPA. Das waren früher alles Festangestellte.
Jetzt geht es langsam in den Bereich Beratung, alle Beratungen müssen inzwischen in Maschinen lesbarer Form dokumentiert werden, damit es eingelesen und zum Training genutzt werden kann. Sobald die Maschine verstanden hat, wie man auf den optimalen Gewinn bei minimalem Aufwand kommt, wird sie erstmal als "Assistent" eingeführt, um die Fehlerquote unter 4-5 Sigma zu reduzieren. Ab da werden wieder 70-80% der Beraterposten gestrichen.
Und so geht das immer weiter, bis die Robotik weit genug ist, um sinnvoller Assistent zu werden, dann spart man erstmal wieder die unteren Level der Karriereleiter weg.
Übrigens, für Servicetechniker gibt es inzwischen auch Assistenzsoftware, die dokumentiert alles, was Du eingibst, gleicher Lernprozess.
Du beschreibst einen vorrevolutionären Zustand.
Das macht mir schon Sorgen und lässt mich düster in die Zukunft blicken, dann steht auch noch der Klimawandel in der Ecke und grinst einem zu. Ich finde es erschreckend wie wenig sich mit den Themen auseinandersetzen und wie egal es der breiten Masse eigentlich ist.
Problem ist ja immer, dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden.
Fördergelder die aus dem Steuertopf kommen, wurden natürlich immer schnell privatisiert…
Steuern, trifft nur auf die Gehalts Menschen zu.
Reiche essen. Yumyumyum
wer aufwacht, wurde vom Wecker geweckt und muss in die Arbeit.
ich sage: bleibt liegen! schlaft weiter!
KI macht heute noch schlimme Fehler. Wessen Job wird also von KI bedroht? Sicher nicht der von Menschen die etwas drauf haben und das Ergebnis der KI prüfen können.
Ich arbeite als IT-Consultant und sehe den Job definitiv als von KI bedroht an.
Die KI übernimmt bei uns zunehmend Aufgaben, die bisher von Praktikanten und Einsteigern erledigt wurden. Die machen auch schlimme Fehler, wahrscheinlich mehr als die KI, sind dabei aber teurer und langsamer.
Um etwas drauf haben zu können und die Arbeit der KI prüfen zu können, braucht man Erfahrung. Die zu sammeln wird in Zukunft aber immer schwerer, wenn die unteren Sprossen der Leiter weg bröckeln.
Es war schon historisch betrachtet so, dass das Wissen, welches von Berufseinsteigern benötigt wurde sich verändert hat. In Zukunft wird es wichtiger sein sich schnell in Themen einzuarbeiten, und sich von Fall zu Fall arbeiten zu können, ohne komplett alles zu den Grundlagen eines Themas zu wissen.
Ähm, das war schon immer so. Oder meinst du an den Unis wird der Legacy-Code von Unternehmen gelehrt? Genau diese Einarbeitungsaufgaben fallen jetzt aber an KI, das kann schon ein Thema werden in mittelbarer Zukunft.
Mal eine Frage an dich als Consultant. Ich muss gestehen in gewisser Weise stimme ich dir zu aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass "die Unternehmen/Arbeitgeber" aktuell sich schön ihr eigenes Grab schaufeln genau mit diesem Thema. Nach meiner Betrachtung ist es richtig, dass KI vieles vereinfacht und beschleunigt.
Aber wenn wir keine Praktikanten und Einsteiger (neudeutsch ja Juniors genannt) mehr einstellen, wer wird dann der Senior von morgen?
Oh doch noch eine zweite Frage: Es heißt doch regelmäßig, dass der Einfluss der KI auf die tatsächliche (weiß leider nicht mehr genau wie das üblicherweise genannt wird daher) Produktivität, oder wie auch immer, relativ unklar ist. Aus eigener Erfahrung bin ich da zwiegespalten, weil "die KI", insbesondere mit dem aktuellen Hype um LLMs als "die KI", sehe ich zwar deutliche Fortschritte aber die Leute unterschätzen total, wie lange es trotz KI dauert, gewisse Aufgaben zu erledigen.
Wie ist hier deine Einschätzung? Gerne aus persönlicher subjektiver Sicht / Gefühl.
Du sagst es doch selbst: noch. Vor zwei Jahren war ein LLM nicht in der Lage, halbwegs sauberen Code zu liefern. Stand jetzt brauchst Du kein Junior Entwickler mehr. In einem Jahr werden nach und nach Senior Stellen gestrichen.
Ich denke nicht dass es so schnell gehen wird. Es dauert etwas, bis die KI in den Firmen integriert ist. Dabei sind sicher auch Führungsentscheidungen ein Hindernis.
Wir reden von Monaten und Jahren und nicht von Jahrzehnten. Führungsentscheidungen unterliegen immer betriebswirtschaftlichem Zwang und im Kapitalismus gewinnt immer die KI gegen menschliche Arbeit..Da müsste die KI am Ende nicht mal besser sein, billiger würde schon reichen.
Warte mal noch 10 Jahre. Dann siehts nochmal anders aus.
Nope, du glaubst nicht wie einfältig so manches Management ist, und wieviel, wie heisst es noch - ah slope, aktzeptiert wird. Da waren solche brüllend strunz gefährliche Fehler in Ai Antworten dabei, die einfach aktzeptiert werden, sagst korrigierendes was, heisst es dann lass mal die Kirche im Dorf.
Ach, so lange die Leute jemanden haben auf den sie herabschauen können werden alle schön die Klappe halten und im Gleichschritt mit marschieren.
Ich sehe wahrlich dunkle Zeiten auf uns zukommen. Die von den Eliten kontrollierten Medien sind ja jetzt schon dabei Feindbilder aufzubauen auf die mann die Schuld fur den allgemeinen sozialen Abstieg schieben kann.
Mann muss nur mal über den Atlantik schauen um mal einen kleinen Vorgeschmack darauf zu kriegen was hier bald los sein wird. Das Trump Regime ist gerade dabei die USA wirtschaftlich und gesellschaftlich an die Wand zu fahren und versucht die Schuld daran Minderheiten wie Einwanderern und Flüchtlingen, Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe und LGBTQ+ Menschen (insbesondere Trans Menschen) in die Schuhe zu schieben. Das eh schon nur rudimentär vorhandene soziale Netz wird zerhackstückt um Milliarden Dollar einzusparen die mann dann den superreichen in Form von Steuerentlastungen zum Geschenk macht. Menschen die dagegen protestieren werden als "Enemy of the State" verunglimpft, verfolgt und Mundtot gemacht.
Wahrlich dunkle Zeiten.
Gehe mit bis zu „ihr müsst aufwachen“… und dann? Was genau sollen „wir“ tun?
Nenne mal bitte ganz konkrete Handlungen, die passieren müssen, dass dieser Trend nicht weitergeht.
Was genau soll getan werden? Streik? Mit den Mistgabeln auf die Straße? Kollektiv die Arbeit einstellen? Den Konsum einstellen?
Was?
Nichts davon wird je passieren. AI führt dazu, dass es weniger Jobs gibt, grad im Junior IT Bereich. Aber LLM basierte AI Modelle werden ganz sicher nicht flächendeckend Bürojobs obsolet machen. AGI ist da schon was ganz anderes, aber dazu gibt es aktuell keine plausiblen Modelle.
Dass die Leute immer weniger Netto in der Tasche haben liegt an politischem Versagen in diesem Land. Viel zu hohe Sozialabgaben und Steuern, zu hohe Mieten, zu hohe Bürokratie.
Und jetzt nochmal: Bitte mal KONKRETE Handlungsempfehlungen von dir, was Bitteschön „die Mittelschicht“ tun soll..
alte jobs fallen weg, neue entstehen. jeder Kondratjew-Zyklus beduetet revolution in der arbeitswelt.
das ist der lauf der dinge.
prdouktivitätssteigerungen senken langfrstig auch die preise. oder wie will das martetingunternehmen noch den gleichen preis verlangen in deinem beispiel, wenn es stat dem grafildesigner jetzt KI zur hand nimmt? die KI macht es für ein Bruchteil der kosten, wenn ich es also dem.kunde nicht billiger anbiete, geht er zu einer anderen marketing agentur die ebenfalls mit KI arbeitet.
ohne menschen die geld verdienen, gibt es kein wirtschaftskreislauf, firmen würden entsprechend aucu nichts verdienen.
umschulungwn, transformation ggf. neuen job lernen.
ich bin sehr entspannt als Elektrotechniker, kann ich doch Anlagen mit SPS programmieren und Roboter teachen und Warten/Instandhalten, (auch wenn ich gerade ein Sachbearbeiterjob im Büro mache).
Dein Kondratjew-Argument hat einen entscheidenden Haken: Geschwindigkeit. Frühere Transformationszyklen liefen über Generationen (Bauern -> Industriearbeiter). Das gab Zeit für Anpassung. KI skaliert exponentiell, nicht linear. Wenn Marketing-Agenturen von 20 Leuten auf 3 mit KI schrumpfen, entsteht dieser Überschuss an Arbeitskraft nicht über 30 Jahre, sondern über 3-5.
Und zu deinem Beispiel: Dass du als Elektrotechniker entspannt bist, glaube ich dir. Handwerk und physische Installation sind (noch) sicher. Aber: Wenn Millionen von Büro-Sachbearbeitern ihre Jobs verlieren, werden viele versuchen, in genau diese sicheren Nischen zu drängen. Was passiert mit deinem Lohn und deiner Verhandlungsmacht, wenn plötzlich 50.000 Ex-Büroleute auch "Anlagen warten" wollen oder Umschulungen machen? Dein Markt wird geflutet.
Sicherheit ist in einem vernetzten System immer relativ. Wenn das Fundament der Mittelschicht wegbricht, wackelt auch dein Stuhl, egal wie fest er verschraubt ist.
handwerk war ich nie, immer industrie. ich glaube weder das die KI blase noch lange anhält noch 100% arbeitskräfte ersetzet. erste firmen die mitarbeiter entlassen haben wegen KI haben die wieder eingestellt.
exponentiell wächst derzeit nur der Preis für RAM und GPUs, und irgendwann bpatzt auch diese blase.
Bin auch der meinung das zuckerbergs metaverse nirmals so einschlagen wird wie er das immer denkt...
wenn alte industrien nicht mehr funktionieren gibt es eben neue.
es muss immer eine nachfrage da sein, sonst gibt es kein business case. wenn alles von ki generiert und getan wird, muss alles spotbillig sein, weil die ja ausser strom auch nichts kostet.
wenn keiner geld hätte um waren oder dienstleistungenzu kaufen weil ohne arbeit, funktioniert die andere seite des kapitalismus auch nicht.
ich kann deine schwarzmalerei nicht nachvollziehen, tut mir leid.
Du gehst davon aus, dass „es schon nicht so schlimm kommen kann“, weil der Kapitalismus ja Nachfrage braucht. Das Problem ist: Er braucht nicht dich persönlich.KI trifft nicht nur einfache Tätigkeiten, sondern gerade auch hochqualifizierte, gut bezahlte Jobs – dort ist das Automatisierungspotenzial am höchsten.
Gleichzeitig steigen Produktivität und Unternehmensgewinne deutlich schneller als Reallöhne; in Deutschland sind die Reallöhne seit den 1990ern nur minimal gewachsen, zeitweise sogar gesunken. Das heißt: Der Kuchen wird größer, aber dein Stück wird relativ kleiner.
Deine Hoffnung, dass „alles spottbillig sein muss, sonst funktioniert der Kapitalismus nicht“, ignoriert, wie Verteilungsmechanismen wirklich laufen. Unternehmen haben keinen Anreiz, Preise radikal zu senken, wenn sie stattdessen Margen erhöhen können – KI senkt vor allem Kosten, nicht automatisch Endpreise. Und wenn ein wachsender Teil der Menschen ohnehin vom Arbeitsmarkt abgekoppelt wird, dann löst sich das Problem nicht „von selbst“, sondern kippt in dauerhafte Massenarmut bei gleichzeitigem Rekordwohlstand oben.
Kurz gesagt: Das System braucht Nachfrage, ja aber es reicht, wenn die obersten 10 Prozent hervorragend konsumieren können. Für den Rest ist „es gibt immer neue Jobs“ eine historische Erinnerung, kein Naturgesetz.
dann ist die sachlage doch ganz klar, ich bau meine nahrungsmittel selber an und kaufe nur das nötigste...
es reicht eben nicht wenn nur 10% komsumieren.
ich hab keine hoffnung, es sind einfach die Volkswirtschaftlichen Fakten.
und ich bin selbst in so einem hochqualifizierten, gut bezahltem job (zumindest kan ich nicht klagen mit teilzeit 30h/Woche und 80k im jahr).
was passiert wenn die bevölkerung kein geld hat, konnte man ganz gut in kuba sehen: die leute sind einfach ihre uralten autos weiter gefahren.
wenn ich meine ware nicht mehr losbekomme, weil zu hoch bepreist muss ich billiger anbiete, sofern ich noch einen ROI habe, mache ich gewinn.
und wenn sich die produkte niemand mehr leisten kann, gibt es auch keine wirtschaftsleistung, weil stagniert oder rückläufig.
was du sagst macht keinen sinn.
Auf dem Papier vielleicht, aber nicht in der Realität.
Ich glaube auch, dass das Potential von KI zur Automatisierung von großen Teilen der Wertschöpfungskette enorm ist.
Ich glaube aber nicht, dass KI in 3 Jahren einen Buchhalter oder Architekten ersetzen kann. Die tatsächliche Implementation wird sich über viele Jahre und Iterationen hinweg ziehen, ähnlich wie beim Internet.
sorry aber nur der dumme Mittelstand glaubt an "harte Arbeit lohnt sich". Selten so einen Blödsinn gehört
Es gibt keine Mittelschicht. Es gibt Menschen, die von Arbeit leben und Menschen die Kapitalerträgen leben. Und die zweiten tun alles, damit aus der ersten Gruppe keiner zu ihnen "aufsteigt".
Traurig aber wahr. Du hast die Lage sehr gut eingeschätzt aber es gibt keine Konsequenzen im Gegenteil so wie es läuft wird noch gefeiert von vielen Leuten.
Du sprichst davon, dass die aktuellen LLMs so gut wie alle geistigen Tätigkeiten „ersetzen“ wird. Allerdings sind LLMs in Zukunft abhängig davon, mit neuen Daten „gefüttert“ zu werden. Wenn nur noch LLMs Dinge generieren. Wie wiederum wird neuer Input generiert? Ein LLM was mit selbst generierten Daten gefüttert wird, wird über die Zeit schlechter.
Du sprichst auch davon, das LLMs „exponentiell“ besser werden. Nun in der Natur ist an sich nichts wirklich „exponentiell“ da alle Ressourcen irgendwie endlich sind. Zudem merkt man aktuell schon, dass die Leistung großer LLMs nicht mehr so krass skaliert (siehe ChatGPT 5). Wenn wir jetzt schon solche Skalierungsprobleme haben, wie sieht das ganze dann in ein paar Jahren aus?
Du spricht vermutlich auch AGI an. Nun aktuell ist noch nicht einmal genau definiert, was eigentlich „Intelligenz“ ist und wann ein System überhaupt „intelligent“ sein kann. Wenn jemand nun sagt, er habe eine „AGI“ erschaffen kann dies alles und nichts bedeuten.
Zudem ist die Theorie des maschinellen Lernens, neuronalen Netzen etc. schon Jahrzehnte alt. Nur hatte man damals noch nicht die Hardware diese theoretischen Ideen in der aktuell genutzten Masse umzusetzen. (Ja ich weiß, dass „attention is all you need“ paper was die GPT modelle ermöglich hat ist noch nicht ganz so alt). Aber gibt es Theorien, wie eine „AGI“ theoretisch umgesetzt werden soll?
Ich reg mich auch über die schnelle Selbstbeschneidung der Normalverdiener da draußen auf. - Auf r/Energiewirtschaft sehr beliebt Solarförderung über EEG Gesetz? Ja, aber wir sollten bloss aufpassen dass es es nicht übermäßig gefördert wirs, die Einspeiseveegütung ist schliesslich auch dabei. Herrje, Gott bewahre wenn ich von meiner kleinen 9kWp Anlage noch ernsthaft Geld mache. - Kindergartengebühren in Bayern werden steigen? Klar, aber schliesslich ist das nur gerecht weil in allen anderen Bundesländern gibt es ja auch keine Länderbeteiligung bei der Kitagebühr. Das wäre ja unfair wenn ich hier 100€ im Monat einstreichen würde. - Auf der Arbeit hat der Betriebsrat jetzt im vorrauseilendem Gehorsam den Kostenlosen Kaffee wieder gegen einen Automaten getauscht. Die Vielkaffeetrinker hätten schliesslich einen unfairen Vorteil gehabt.
Wohin man blickt, der Volk sorgt schon selbst dafür dass keiner zuviel bekommt. Man könnte ja im Reichtum ersaufen.
Das ist gut geschrieben und treffend analysiert …
Das faszinierendste Problem ist tatsächlich das massive gesellschaftspolitische Stockholm Syndrom.
Das was für die Menschen früher der Glaube an Gott war, ist heute der Glaube an die Meritokratie. Der Glaube, dass man alles erreichen kann, wenn man sich nur fest anstrengt. Und dass jeder, der nicht Reich ist, es nicht besser verdient hat. Er war offenbar nicht gescheit, nicht fleißig genug.
Die Wahrheit ist: Wir leben in einer Zeit unfassbarer Effizienzgewinne. Wir wirtschaften um einen surrealen Faktor effizienter, als noch Generationen vorher. Und trotzdem. TROTZDEM kommt bei den normalen Menschen nichts davon an. Alles wird von oben abgesaugt. Und selbst oben ist immer noch alles ungleichverteilt. Die obersten 15% haben mehr als die unteren 85%. Innerhalb der obersten 15% haben aber auch die obersten 1-2% de facto "alles".
Komplett grotesk. Und wird früher oder später natürlich genauso kollabieren, wie jede Zivilisation seit den Anfängen der Hochukulturen im Zwischenstromland.
Hart formuliert, aber leider nicht völlig falsch Viele halten sich an alte Versprechen, obwohl sich die Spielregeln längst geändert haben. Sparen und Fleiß allein gleichen strukturelle Verluste nicht mehr aus. Aber aufgeben hilft niemandem. Ich finde, wir sollten die Realität anerkennen, Abhängigkeiten reduzieren und nicht jeden Lebenswert an Lohnarbeit knüpfen. Wach sein statt in der Vergangenheit zu hängen.
Kurz gesagt: Es ist hoffnungslos.
Bevor der Deutsche ein Klassenbewusstsein entwickelt, friert die Hölle zu. Genau das wäre aber zwingende Voraussetzung, um etwas zu ändern.
Ich für meinen Teil werde in den nächsten Jahren mit meiner Partnerin nach La Gomera auswandern, uns dort ein kleines Haus inklusive Garten, Solaranlagen und Zisterne kaufen und ab da auf alles scheissen. Wird ein bescheidenes Leben, aber zumindest frei und weitgehend autonom.
Kuss an Luigi
Organisiert euch, fordert die Besteuerung der Reichen vorallem der faulen Erben von Bahlsen, Quant und wie sie alle heissen, macht kinderfreundliche Politik, verächtet die Miethaie, reißt Ballspielen verboten Schilder runter, setzt euch in die Gemeinderäte und erzählt den Nimbys, dass es keine Stellplätze braucht wenn die Wohnungen verhindern, Junge Leute legt gesammelt ein Gapyear in Afrika ein und wenn ihr zurückkommt nehmt nur einen Job der eine Einzimmerbude ohne Mitbewohner mit max. 30% gehalt finanziert sonst sollen die Boomer selber lernen wie Outlook funktioniert.
Das große Problem ist das die großen Firmen Google etc eine totale Marktmacht haben. Facebook insta WhatsApp gehören zerschlagen und hier in Europa müsstest du deine Daten behalten dürfen und nicht verkaufen durch Dritte.
Zum anderen müsste jeder Job der automatisiert wurde Rente zahlen der 1:1 der Kostenersparnis entspricht.
Und mieten. Vonovia etc müsste ebenso verstaatlicht werden. Der Verkauf müsste verboten werden.
Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt.
Crazy wie die Leute hier denken, dass ein bisschen mehr Reichensteuer und Vermögenssteuer das beheben wird. Um die Ausbeutung der Arbeiter zu beenden, muss man in den Sozialismus. Wer behauptet den Kapitalismus könnte man auch ohne Ausbeutung der Arbeiter betreiben, ist ein Schwurbler.
DE Reddit ist also doch noch nicht verloren. Endlich mal jemand der die Dinge klar sieht. Habe viele vor dir gesehen, die das im Ansatz ansprechen wollten und dann massiv gedownvoted wurden. Aber scheinbar ist das bei dir anders, Glückwunsch!
Genau aus diesem Grund bin ich nur noch Teilzeit unterwegs, lasse mich bei der kleinsten Kleinigkeit krank schreiben und versuche Sozialleistungen zu beziehen, bis zum geht nicht mehr. Leistung hat in diesem Deutschland absolut keinen Sinn und das wird durch die von dir beschriebenen Umstände nur weiter gefestigt.
Zeit mit der Familie, in der Natur oder mit dem Hobby, das ist der neue Fokus.
Ich habe keine 23k vermögen bin demnach Unterschicht (?) und habe das schönste Leben. Habe Zwei Töchter die mir jeden Tag veredeln einen Partner der mich glücklich macht einen Job der mich erfüllt, arbeite aber nur knapp me dreiviertel Stelle damit ich genug Zeit für dieses Wundervolle Leben habe. Ich verstehe euch alle nicht. Vielleicht sollte euch das Geld einfach etwas egaler sein. Scheißt doch einfach mal drauf. Ja ich bezahle auch 55% meines Gehalts für Miete. Und fair finde ich das auch nicht. Aber ich wähle auch nicht die CDU oder anderen Konservativen schwachsinn, weil die Wirtschaft abkackt. Das ist nämlich der Fehler.. zu glauben, konservative wurden gut Wirtschaften. Versucht es doch einfach mal mit aufrichtigem Desinteresse gegenüber Finanzen zwinker zwonker
Und was könnte man konkret tun anstatt zu jammern? Ich bin diese deutsche Jammerei leid. Damit kommen wir auch nicht voran.
Alles richtig und wahr. Leider gehört auch zur Wahrheit, dass Menschen weiterhin falsche Hoffnungen machen werden, bis eine gewisse Schwelle erreicht ist. Bis dahin wird das System versuchen das unvermeidliche hinauszuzögern und die meisten Menschen werden mitspielen.
Wenn ich mir hier die ganzen Sozen anschaue, habt ihr es nicht anders verdient.
Coden nicht
Ich benutze fast täglich Claude Code zum Coden (100 EUR/Monat). Es ist magisch…
Glaube nicht, dass jemand von meinen nicht-programmierenden Bekannten mit einem KI Tool ein Projekt bis zum Ende (!) implementieren kann
Tja, da kann man nichts machen. Es gibt Dinge, die können wir nicht ändern und müssen es Schulterzuckend akzeptieren.
Sich unnötig aufregen ändert auch nichts.
Gewerkschaften und Genossenschaften sind Möglichkeiten
Sehe ich ähnlich, diese Idee die Leute wie Musk verbreiten, dass der Wohlstand steigen wird und man nicht mehr sparen müsse, weil alle reich würden, dass ist nur eine Methode um die Leute zu manipulieren und diese Entwicklung zu akzeptieren. Wir müssen als Gesellschaft verstehen, dass wir da politisch eingreifen müssen. Wenn der Großteil dessen, was heute als Arbeitseinkommen unseren Wohlstand ausmacht, in die Hände der Elons da draußen fließt, wird dadurch nur eine Umverteilung stattfinden: und zwar in das Konto der Elons. Deswegen hassen diese Leute auch die EU. Wir müssen Regularien aufstellen, die dafür Sorge tragen, dass die Gewinne aus KI vergesellschaftlicht und alle on einem Maße beteiligt werden, dass wir miteinander Leben können. Wenn wir das nicht schaffen, kann es richtig ungemütlich werden.
Mittelschicht wird komplett verschwinden.
Die Mittelschicht definiert sich historisch über den Tausch „Qualifikation gegen Wohlstand“. Dieser Tausch funktioniert nicht mehr.Beispiel: Ein Grafikdesigner (typische Mittelschicht) brauchte früher Talent, Ausbildung und teure Software. Er verdiente gut. Heute generiert Midjourney Bilder für Cent-Beträge. Der Designer wird nicht arbeitslos, aber sein Marktwert sinkt auf den eines „Prompters“. Er rutscht ökonomisch ab, obwohl er arbeitet.
Dasselbe passiert gerade bei Textern, Übersetzern, Junior-Codern, Sachbearbeitern. Wenn die breite Masse der qualifizierten Jobs entwertet wird, bricht das Fundament der Mittelschicht weg. Übrig bleiben eine kleine Elite, die die Tech besitzt/steuert, und eine große Masse an Dienstleistern, die gegeneinander um sinkende Löhne konkurrieren.
Das Problem ist nicht, dass Jobs verschwinden. Viele hätten nichts dagegen und wüssten ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.
Verkauft wird: mehr Technologie = weniger Arbeit bei gleichem Wohlstand.
Realität: Entweder neue Arbeit zu schlechteren Bedingungen, die gerade so zum Leben reicht oder gar keine Arbeit, viel Zeit, aber man muss sehen wo man bleibt.
Auch wenn (Tech-)Eliten das gerne so hätten, muss es so nicht kommen. Dazu müssen wir uns aber raffen und kapieren, dass Kulturkämpfe geführt werden sollen, um vom eigentlichen Kampf Oben gegen Unten abzulenken.
u/windowsfensta Top Post! 🎉
Von welcher KI Revolution genau sprichst du da?
Von der die den ganzen Post verfasst hat. Man kann Chat GPT richtig zwischen den Zeilen lesen. Und bei "seinen" Antworten auf die Kommentare wird sogar der klassische KI-Bindestrich verwendet.
solange wir es ok finden, dass eine Person jährlich 700-1.000 Millionen!!! Dividende kassiert, nur weil Papi mal mit während der Nazi Zeit kassierter Kohle BMW gekauft hat, ist uns nicht zu helfen!
der Sozialstaat wird immer mehr geschliffen, die Reichen noch reicher, gleichzeitig macht die Politik Politik für Boomer weil große Wählerschaft, wir dürfen es ausbaden (keine Rente mehr, erste Städte kassieren Geld sonst kein Rettungswagen, während wir mit der Privatversicherung eine 2-Klassen-Gesellschaft haben, Arbeiten bis 75+, vermutlich irgendwann kein Kündigungsschutz mehr - das neue Merz-IV (nenn ich mal so) soll ja schon einem dienen: massiv Druck auf die Beschäftigten ausüben als Angstkulisse)
Gut gebrüllt Löwe!
In 10-15 Jahren sind die Energiekosten ein Witz und Roboter keiner mehr, dann reden wir noch mal. Nichts davon können wir heute einschätzen
„Energiekosten ein Witz“ – genau. So wie uns in den 50ern versprochen wurde, dass Atomstrom so billig sein wird, dass man keinen Zähler mehr braucht. Hat super geklappt.
Die Annahme, dass technischer Fortschritt automatisch zu niedrigeren Kosten für den Verbraucher führt, ist ökonomisch naiv. Ja, die Produktionskosten mögen sinken, aber in einem monopolistischen Markt (und Energie/Tech sind Monopole) steigen die Preise trotzdem, weil die Margen erhöht werden.
Wir können heute sehr wohl einschätzen, wer von Automatisierung profitiert: Die Besitzer der Roboter, nicht die, die durch sie ersetzt wurden. Sich darauf zu verlassen, dass in 15 Jahren das Schlaraffenland ausbricht, ist keine Strategie, das ist Wunschdenken.
Ich glaube du weißt leider nicht wie teuer telefonieren, Internet und auch Strom vor der Privatisierung in den 90ern waren.
Speicher & Solar sind schon jetzt teilweise spottbilig; man kann davon ausgehen, dass sich die Tandem Zellen von Ofxord PV oder andere noch bessere Solarzellen durchsetzen werden und dass Speicher noch günstiger werden. Wer soll am Ende noch das ganze Gas/Öl abnehmen, das teilweise jetzt erst erschlossen wird..?
bonus link: https://www.oxfordpv.com/de/press-releases/oxford-pv-stellt-solarmodul-fur-aufdach--und-balkonauflagen-mit-rekordverdachtigem-wirkungsgrad-von-26-9-vor
wo bauen die ohne Eigenheim die pv und Speicher hin?
Immer diese Chatgpt Texte nerven so extrem
Alles, was länger als drei Sätze ist und keine Rechtschreibfehler hat, muss heute KI sein, oder?Aber tut mir leid dich zu enttäuschen: Diese Frustration ist echt und handgetippt. Vielleicht nerven dich ja auch nicht ChatGPT-Texte, sondern Inhalte, die dich zwingen, mal über den Tellerrand deiner Komfortzone zu schauen. Das kann sich manchmal ähnlich anfühlen.
Nö, keiner verwendet Dash-Em.
Die Leute betrachten sich als reicher als sie sind, habe ich oft das Gefühl.
Beispielsweise habe ich letzten zu meinen Eltern gesagt, dass ich für eine Vermögenssteuer bin. Von ihrer Seite kam dann das Argument, dass uns das dann auch treffen würde, weil wir Eigentum (selbstgenutzte Wohnungen) besitzen. Das stimmt zum Beispiel nach dem Gesetzesvorschlag der Linken nicht, da geht es erst am 1 Mio € los, eine Summe, die die meisten von uns nicht haben.
Wir müssen endlich ein besseres Klassenbewusstsein entwickeln, statt uns mit so einem Müll wie Kulturkampf oder Migranten vs. einheimische Bevölkerung zu beschäftigen.
Wenn deine Miete 40-50% vom Netto frisst, dann bist du Geringverdiener. There, I said it.
Oder wohnst in einer Großstadt. 2500 EUR Warmmiete für 90 qm, pro Nase 1250 EUR. Selbst wenn du 3k netto hast pro Kopf (definitiv kein Geringverdiener) zahlst du 40% deines Gehalts an Miete
Ja, dann bist du Geringverdiener für deinen Standort.
3k netto sind Geringverdiener in München, Oberschicht im Osten.
Schwarzmalerei aus der Glaskugel.
Weil man es nicht wahr haben möchte betitelt man leiber alles als prophetisches Apokalypsen Sprech. Am Ende ist man dann trotzdem erstaunt wenn es dazu kommt "Wie ist dies jetzt passiert?" oder man ignoriert es weiterhin
Nein das ist jedem klar der sich mal ein bisschen mit Geschichte und Ökonomie befasst hat