Mir fällt in letzter Zeit auf, dass ich auf Discord immer häufiger auf jüngere Jungs treffe, die ziemlich offen über ihre Probleme sprechen. Viele wirken niedergeschlagen, orientierungslos oder einfach komplett überfordert mit sich selbst und ihrem Leben.
Ich hör mir das meistens an, versuche Verständnis zu zeigen und ihnen irgendwie Mut zu machen aber ich frage mich oft, ob das überhaupt das Richtige ist oder ob ich unbewusst Quatsch erzähle.
Deshalb meine Frage an euch:
Was kann man jungen Männern in so einer Situation wirklich raten?
Wie kann man jemanden aufbauen, ohne Floskeln rauszuhauen oder alles kleinzureden?
Und wo ist die Grenze zwischen "da sein" und "ich sollte lieber nichts mehr sagen"?
Mich interessiert vor allem, was euch in schwierigen Phasen geholfen hat und was eher genervt oder geschadet hat.
Ich will kein Retter sein, sondern einfach kein Idiot, der es schlimmer macht.
Danke euch.
Sei froh das junge Männer offen sind Probleme anzusprechen und diese mit dir teilen. Höre zu und wenn du maßlos überfordert bist kannst du auch fragen was genau sie sich erhoffen von dem Gespräch.
Ich kann nur aus meiner Sicht reden aber mir hilft es einfach alles mal von mir zu reden.
Das Gefühl hab ich auch oft das es schon hilft wenn ich einfach zuhöre.
Aktives Zuhören wäre vielleicht noch ein Stichwort, das dir helfen kann.
Bei der Technik geht es vor allem darum, dem anderen das Gefühl zu geben, das von ihm vorgetragene verstanden zu haben und ihn in seinen Ausführungen ernstzunehmen.
Edit: selbst wenn du keine konstruktiven Ratschläge geben kannst, haben viele das Problem, sonst mit niemandem über ihre Situation reden zu können.
https://preview.redd.it/4z4ssjov1dag1.jpeg?width=1079&format=pjpg&auto=webp&s=d82fa4f8af643d5ad278dc1ca980f5b0f958d9c6
"Das Gym wird deine Probleme lösen."
Naja sich niedergeschlagen fühlen und mit dem Leben überfordert sein ist erstmal unkonkret und eigentlich schon ein Phänomen, dass eine gesamte Generation betrifft.
Und in Anbetracht der aktuellen Weltlage kann man auch nicht viel mehr sagen als "ja ist grad scheiße aber vom rumsitzen und sich selbst bemitleiden wirds auch nicht besser"
Oft wirds dann schon konkreter mit "ich bin nutzlos" oder sowas. Ist ganz unterschiedlich..
Dieses "Nutzlos" gefühl kannte ich gut, von 17-21 ohne Ausbildungsplatz gewesen, 40-50 Bewerbungen pro Jahr, maximal 1-2 Vorstellungsgespräche, und Medien faseln was bon Fachkräftemangel. Dann durch Arbeitsleistung(hab auf Mindestlohn in Industrie gejobbt) eine Ausbildung bekommen, die dann auch mit 1,6 abgeschlossen am Ende. Mir haben eher eigene Taten gezeigt und Schwierigere Aufgaben vom Ausbilder um an meine Grenzen zu gehen, das ich es nicht bin, als Worte.
Stark, ich bin stolz auf dich. Ich fand es allgemein immer erschreckend wie orientierungslos viele sind, ich denke es tut einfach gut konkrete Ambitionen zu haben.
Ok, aber ohne da jetzt genaueren Hintergrund zu kennen kann man da ja auch nicht helfen, abgesehen von Flosken (Routine aufbauen, Dinge finden in denen man gut ist, Freunde haben und Zeit mit denen verbringen, weniger social media, etc). Wie schon woanders erwähnt hilft zuhören alleine wahrscheinlich schon ziemlich viel, aber wer vllt nur mal eine schlechte Phase hat oder doch zum Psychologen sollte findet man so halt auch nicht raus.
[removed]
Dein Kommentar wurde entfernt, weil du kein Benutzerflair gesetzt hast.
Bitte setze erst ein Flair und kommentiere dann erneut.
So richtest du deinen Nutzerflair ein:
- Mobile (App): Im Subreddit oben auf das Menü (drei Punkte) klicken → „Nutzerflair ändern“.
- Desktop: Rechts im Seitenmenü findest du die Option „Nutzerflair ändern“.
Offizielle Hilfe: https://support.reddithelp.com/hc/de/articles/205242695-Wie-erhalte-ich-Nutzerflair
I am a bot, and this action was performed automatically. Please contact the moderators of this subreddit if you have any questions or concerns.
Es würde schon mal helfen wenn man in der Schulbildung eine Ordentliche Orientierung bekommt wie es nach der Schulzeit weitergehen soll. Und ne damit meine ich nicht die ach so tollen Berufsinfoveranstaltungen die eigentlich fast für die Tonne sind. In dem Alter hat man eigentlich andere Prioritäten als man oft glaubt. Ich habe selbst das Problem. Ich bin jetzt an die 40 und habe absolut keine Orientierung was ich machen sollte bzw. wo mein Platz in der Welt ist. Und da hätte es eben mehr gebraucht als die Berufsvorbereitenden Stunden.
Die aktuelle Weltlage macht das ganze einfach nicht besser.
Wichtig ist das du dich abgrenzt wenn es dir selbst zu viel wird.
Die Schule soll dich bilden und nicht auf das Leben vorbereiten. Wird oft mißverstanden.
Jeweils am besten fragen ob dieser einen Ratschlag oder einfach eine allgemeine Diskussion (wert/Moral/auskotzen) oder eben Hilfe inform von neuer Perspektive/weg braucht, i.d.r formulieren die meisten auch schon oder man kann den mood lesen oder etwas in der Richtung. Geht es um Bestätigung inform von Zuspruch oder geht es um unbequeme Wahrheiten. Das sind so Gedanken dazu
Auf jeden Fall was hilft ist, raus gehen. Zumindest Spazieren gehen oder so. Daheim nicht rumsitzen. Habe ich gemacht und es würde nur schlimmer.
Fragen. Ganz viel Hinterfragen. Aus den Antworten weitere Fragen machen.
In einer Antwort meinst du, sie fühlen sich nutzlos. Frage wieso, dann woher das kommt, ob er Ideen hat, wie er es ändern könnte.
Und wie schon gesagt wurde, zuhören ist schon echt wichtig.
Indem man schonungslos ehrlich zu ihnen ist. Genau das ist, was vielen Menschen heutzutage ganz offensichtlich am meisten fehlt.
Kommt auf die Situation an und auf die Person mit der du dich unterhältst. Gut viele hilft es schon wenn sie nur reden bzw schreiben können..
Manche fragen nach Tipps… die eigentlich alle recht einfach sind nur die Person sieht den Wald nicht vor lauter Bäumen..
Manche brauchen die Ansage..
Aber das findet man in den Gesprächen raus..
Ist immer wieder ganz interessant welche banalen Dinge jemanden so runterziehen.
Dazu kommt noch mein Helfer Syndrom.. hier in redit..
Ich hab Glück dass die meisten nicht aus dem Schwabenland kommen.. sonst würde ich wahrscheinlich noch in real helfen.. was glaub nicht so einfach ist..
Klar, immer möglichst addressatengerecht verpackt.
Aber bloß nicht zu viel beschönigen oder um den heißen Brei herumreden.
Ne das stimmt..
Aber schon oft erlebt dass die schreiben und schreiben und nie nachfragen wer du eigentlich bist oder was du machst oder was dich bewegt.. also alles sehr auf sich bezogen und was um sie herum passiert merken sie gar nicht
Damals hat mir geholfen, dass mir ältere mir ihre Skills geteilt haben. Also, Sozialsituationen einschätzen lernen und wie man in Betrieben funktioniert. Die Zwischenzeilen der Machtgefälle. Von meine Mutter habe ich gelernt, zwischen Selbstmitleid und normalen, anderen Emotionen zu unterscheiden. Sie war toll und einfühlend, aber kein Muttchen und eine Frau von Welt.
Ich war nie so der männliche Mann, das hat mir aber trotzdem Selbstbewusstsein gegeben, um in brenzligen Situationen mich selbst zu sein. Und das hat mir in meinem Anderssein Respekt entgegen gebracht.
Mein Problem ist hauptsächlich Einsamkeit gerade im Bezug auf weibliche Personen (freundschaftlich und romantisch/sexuell). Und das fing in der Kindheit an, was ich nun in Therapie versuche aufzuarbeiten. Aber am Ende kann diese Leere nur gefüllt werden, wenn Frauenpositiv in mein Leben treten. Ich kann an mir arbeiten um die Chancen zu erhöhen aber eine Garantie habe ich nicht. Deshalb gibt es schlichtweg nichts was man mir noch raten könnte. Glücklich alleine werden erscheint mir unmöglich aber wird man sehen. Ich habe einen besten Freund mit dem ich reden kann und das tut mir gut, kann aber diese spezifische Problematik behebt er auch nicht. Ich bei ihm ja genauso wenig.
Jeder hat seine Sorgen und Ängste woanders und jeder braucht demnach andere Lösungen und Hilfestellungen. Mehr als zuhören und gegebenenfalls fragen, was du tun könntest, geht nicht. N offenes Ohr ist aber schon mehr als viele Männer bekommen.
Zuhören… zuhören… zuhören… Gelegentlich mal einen Tipp geben… Aber viel mehr kannst da nicht machen… aber dabei machst du schon mehr Gutes, wie dir eigentlich bewusst ist..
Danke dass es solche Menschen gibt die probieren zu helfen
Besstägige das die Probleme echt und normal sind und nicht einfach da sind weil jemand scheiße wäre, oder das die Person es eh gut hat und einfach übertreibt.
Lüg nicht in dem du sagst du hättest eine einfache Lösung für komplizierte Probleme oder das die Probleme nicht so schlimm sind und es irgendwie schon klappen wird.(hat ich oft als "Hilfe", war zwar nett gemeint, hat das ganze aber meistens nur schlimmer gemacht).
Hilf nur mit direkten Ratschlägen wenn jemand fragt. Wenn jemand nach Ratschlägen fragt, versuch abzuklären was die Person bereits versucht hat, dann versuch aud das Problem direkt einzugehen solution du kannst. Gib auch ruhig zu wenn du keine Ahnung hast
Ihnen klar machen, dass es nicht ihre Schuld ist, dass sie es in der Hand haben, ihr Leben zu gestalten, dass die Welt nicht da ist, um ihnen Schmerz zu ersparen, sondern, um sie durch Schmerz ins Bewusstsein zu stoßen; dass sie also fähig sind und durch ungeeignete Eltern in einer schlechten Situation gelandet sind, dass sie damit nicht alleine sind, dass es mit Sicherheit etwas gibt, worin sie gut sind, auch wenn sie es vielleicht noch nicht wissen; glaube an sie und sie werden aufblühen; vertraue dich ihnen an und sie werden lernen, was Vertrauen und Integrität sind.
Pass auf: Du sagst denen, dass sie sich das alles nur ausdenken, sicherlich selbst schuld sind und nur lügen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, weil in der Realität sowas ja nicht eintreten kann.
Beste.
Offen über die eigenen Probleme reden und Verständnis ernten. Das würde mir helfen. Online geht das erstaunlicherweise gut, aber im richtigen Leben? Da möchten sehr wenige die Last des verständnisvollen Zuhörers tragen.
Du wirst mit deinen Erfahrungen jeden Tag etwas reicher.
Du bist jungen Männern im Vorraus. Soalnge du unsicherheiten nicht fütterst. Wirst du schon alles richtig machen. Allerdings weiß ich auch, dass Therapeuten / Psychologen / Psychater selber zu einem solchen gehen. Vll solltest du das auch.
Gar nicht. Probleme sind fürs RL, online werden immer Leute wie ich da sein die ihren Herrgotts spaß daran haben diese Leute zu trollen wenn die Probleme idiotisch sind
Folgendes sagen : https://youtube.com/shorts/e0nFUo_Clpo?si=y2jGO3QytHhVNnaA
Harte Wahrheiten, klare Ansagen. In die Verantwortung ziehen.
Trost hilft den meisten Männern, die ich kenne nicht. Sondern eher sie herauszufordern, was an ihrer Situation zu ändern, ihnen sagen dass sie das schaffen können, dass sie besser sind als, der Mann der jetzt Probleme hat.
Jemand der nur Ballast abladen und nichts ändern möchte, zieht weiter. Ne Müllhalde für fremde Probleme, sollte man nicht sein. So wird man ein Enabler für Jammerlappen.